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Warum Sie Anleitungen für angebliche „Facebook-Hacks“ NICHT befolgen sollten

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Man findet insbesondere auf Youtube massenweise Videos, die angeblich zeigen, wie man Accounts sozialer Netzwerke kompromittieren kann. Insbesondere für Facebook finden sich viele vermeintliche Anleitungen. Dabei wird meistens auf angebliche Sicherheitslücken verwiesen, die kürzlich entdeckt worden seien. Dies ist meistens verbunden mit der Aufforderung, sich eine Software herunterzuladen, die die Kompromittierung ermöglichen soll.

ACHTUNG: Tun Sie das nicht, auch nicht zu Testzwecken, um die Software am eigenen Account auszuprobieren! Es handelt sich in den meisten Fällen um gefährliche Schadsoftware, die nur Ihren Computer zu Hause und Ihre eigenen Daten gefährdet! Die angeblichen Sicherheitslücken existieren nicht!

Soweit ich mir einen Überblick verschaffen konnte, bestehen bei derartigen Programmen im Wesentlichen zwei Gefahren:

  • Die Software täuscht die Funktionalität nur vor, ist aber in Wirklichkeit ein Virus, Trojaner oder ähnliches und greift allenfalls Ihr eigenes Paßwort oder sogar weitere sensible Informationen auf Ihrem Rechner ab und sendet sie an den Autor des Programms.
  • Zum Download der Software ist die Angabe einer Handy-Nummer oder E-Mailadresse notwendig. Dabei handelt es sich um schlichte Abofallen. Ein Software-Download wird nie angeboten.

Natürlich treten auch bei sozialen Netzwerken von Zeit zu Zeit Sicherheitslücken auf. Das erfahren Sie dann aber in der Regel aus den einschlägigen Medien. Eine gute deutschsprachige Quelle ist in diesem Fall Heise Security. Abonnieren Sie am besten den RSS-Feed, um über wirkliche Sicherheitslücken in sozialen Netzwerken und mögliche Schutzmaßnahmen zeitnah informiert zu sein.

Selbstverständlich ist es nicht ganz ausgeschlossen, daß eine Sicherheitslücke in sozialen Netzwerken über längere Zeit unentdeckt bleibt und es im "Untergrund" Software gibt, mit der sich diese Sicherheitslücke ausnutzen läßt. Diese Software wird dann aber sicherlich nicht offen zum Download angeboten und auch nicht auf Youtube beworben. Bei diesen angeblichen "Hacks" handelt es sich lediglich um Social Engineering mit dem Ziel, an Daten der Opfer heranzukommen oder diese finanziell zu schädigen. Last but not least muß natürlich betont werden: Sollten Sie wirklich mal auf eine echte Sicherheitslücke stoßen und diese zum Zugriff auf fremde Accounts nutzen, machen Sie sich damit strafbar. Allein das ist schon ein Grund, es zu lassen.

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