Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0

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Stecken Sie doch nicht alles in den Mund!

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Heute bin ich mal böse. Denn ich muß Sie wirklich auffordern, nicht alles in den Mund zu stecken! Von Kleinkindern erwarten Sie doch auch, daß sie das nicht tun! Also, warum tun Sie es dann selbst?

Sie werden sich jetzt sicher fragen, was diese Aufforderung mit Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0 zu tun hat. Sehr viel, wie ich finde. Derzeit macht sich auf Facebook ein Wurm breit, der verspricht, anzuzeigen, wieviele Leute das Profil des Opfers besucht haben, stattdessen aber einfach eine Statusmeldung beim Opfer absetzt und zudem Freunde des Opfers auf einem Bild markiert, was dann wieder auf der Pinnwand der Freunde des Opfers erscheint, weswegen sich seine Verbreitung noch beschleunigt.

Daß es auf Facebook nicht möglich ist, sich anzeigen zu lassen, wieviele Leute ein Profil besucht haben, sollte eigentlich bekannt sein. Trotzdem verbreitet sich der Wurm rasend schnell. Der Link zu der schädlichen Anwendung wird offenbar von vielen Usern völlig gedankenlos angeklickt. Dabei wäre es so einfach, die Verbreitung des Wurms zu verhindern, wenn wir uns alle eines Prinzips bedienen würden, das wir schon kleinen Kindern beibringen: Man muß nicht alles in den Mund stecken! Oder, im auf Facebook übertragenen Sinne: Man muß nicht alles anklicken! Also, tun Sie das, was Sie auch von Kindern erwarten! Zügeln Sie Ihre Neugierde und klicken Sie nicht alles an! Natürlich ist es manchmal nicht leicht, zu entscheiden, was man bedenkenlos anklicken darf und was nicht. Aber oft hilft hier einfach der gesunde Menschenverstand. Und den sollten erwachsene Menschen nun wirklich in ausreichendem Maße besitzen und auch zu gebrauchen wissen. Oder?

In dem oben verlinkten Artikel finden Sie übrigens auch eine gute Anleitung, wie Sie den Wurm wieder loswerden, wenn Sie ihn doch schon in den Mund gest... äh angeklickt haben. 😉

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