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Bilder ermöglichen neuen Angriff auf die Privatsphäre im Netz

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Derzeit wird viel über Pseudonymität im Netz gestritten. Nun zeigt sich, daß auch über Menschen, die mit Pseudonymen in sozialen Netzwerken auftreten, viele Informationen herausgefunden werden können - insofern sie auf ihren pseudonymen Profilen ein Bild von sich einstellen. Die Realnamenspflicht in einigen sozialen Netzwerken hilft dabei, Menschen aus anderen sozialen Netzwerken über diese Bilder zu identifizieren.

So ist es Forschern mit einfacher Gesichtserkennungssoftware gelungen, die Facebook-Profile von Menschen zu finden, die auf einer Dating-Plattform nur mit Pseudonym, aber dafür mit einem Bild von sich registriert sind. Da ein auf Facebook hochgeladenes Foto immer öffentlich zugänglich ist, auch wenn das Profil für Suchmaschinen gesperrt ist, können so zukünftig schnell der ebenfalls bei Facebook öffentlich zugängliche reale Name einer im Netz unter Pseudonym gefundenen Person und, je nach Privatsphäreeinstellungen, viele weitere Informationen herausgefunden werden, wenn sich die Person an die Realnamenspflicht bei Facebook hält. Dieser Umstand läßt die Realnamenspflicht bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken noch einmal um einiges problematischer erscheinen. Der einzige sinnvolle Rat, den man Menschen geben kann, die sich davor schützen wollen, ist, keine Bilder in soziale Netzwerke einzustellen.

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