Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0

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Die Sache mit den Pseudonymen und der Identität

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Dieser Tage wird vor allem bezüglich Google+ viel über die Nutzung von Pseudonymen in sozialen Netzwerken diskutiert. Von Kritikern der Pseudonymverwendung in sozialen Netzwerken hört man oft Argumente der Art, die Pseudonymbenutzer würden eine "Pseudo-Identität" annehmen oder eine Identität "vorspielen" oder sich hinter einer anderen Identität "verstecken". Aber ist das wirklich so? Den ganzen Beitrag lesen »

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Laßt uns feinen Fug machen: Zum zehnten Todestag von Wau Holland

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Heute vor zehn Jahren verstarb viel zu früh Wau Holland, Alterspräsident des Chaos Computer Club (CCC), den er 1981 mit anderen zusammen gründete. 1984 etablierte er auch "Die Datenschleuder", das Fachblatt des Vereins.
Schon früh zeigten die Mitglieder des Clubs um Wau Holland Sicherheitslücken in Computersystemen auf, etwa indem es ihnen im Jahr 1984 gelang, beim sogenannten "Btx-Hack" oder "Haspa-Hack" über das Btx-System 134000 DM von der Hamburger Sparkasse auf ein eigenes Konto zu überweisen, nachdem die Bundespost Hinweise des CCC auf eine Sicherheitslücke ignoriert hatte. Man konnte so nachweisen, daß das Btx-System zur Kontoführung nicht sicher war. Das Geld gab man selbstverständlich zurück.

Zu den Themen, die Wau Holland wichtig waren, gehörten unter anderem die Hackerethik, Privatsphäre und Datenschutz sowie Informationsfreiheit. Der CCC ergänzte mit diesem Hintergrund in den achtziger Jahren die ursprüngliche Hackerethik um zwei Punkte:

  • Mülle nicht in den Daten anderer Leute.
  • Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.

Die beiden Ergänzungen sollten sicherstellen, daß einerseits Daten, die öffentlich zugänglich sein sollten, auch öffentlich zugänglich gemacht werden, auf der anderen Seite aber persönliche Daten geschützt werden und die Privatsphäre der User geachtet wird. Auch das ethische Prinzip "No hacks for money" etablierte sich in dieser Zeit.

Sieht man sich die Situation heute, dreißig Jahre nach Gründung des CCC, an, so muß man leider konstatieren, daß es noch viel zu tun gibt und sich manches sogar verschlechtert hat. Informationsfreiheitsgesetze haben sich noch lange nicht überall etabliert. Zwar gibt es ein Informationsfreiheitsgesetz auf Bundesebene, aber in vielen Bundesländern existiert noch kein solches Gesetz. Sowohl der Staat wie auch Privatunternehmen machen es uns immer schwerer, unsere Daten und unsere Privatsphäre zu schützen. Sensible Daten, die Unternehmen von ihren Kunden sammeln, werden in letzter Zeit immer öfter gestohlen, und es drängt sich der Eindruck auf, als würden diese Unternehmen Angreifer durch ihre Schlampigkeit geradezu einladen, in den Daten anderer Leute zu müllen. Soziale Netzwerke animieren uns zur totalen Preisgabe aller privater Daten, während der Staat durch zweifelhafte Maßnahmen wie die Vorratsdatenspeicherung tief in unsere Privatsphäre eindringt. Alles in allem stehen wir vor einer Situation, wie sie sich Wau Holland für das 30-jährige Jubiläum seines CCC sicher nicht gewünscht hätte.

Was können wir also tun, um seinen Ideen zu Informationsfreiheit, aber auch zum Schutz der Privatsphäre und persönlicher Daten wieder näher zu kommen? Wau Holland selbst hat die Antwort gegeben, als er bezugnehmend auf die Aktivitäten des CCC in einem Interview einmal sagte: "Wir machen das Gegenteil von grobem Unfug. Wir machen feinen Fug.". Und er hat uns vorgelebt, was er damit meinte. Neben dem bereits genannten Engagement brachte er sich vor allem gegen Ende seines Lebens stark in die Jugendarbeit ein, indem er Jugendlichen einen spielerischen, aber gleichzeitig verantwortungsvollungen und ethischen Umgang mit Technik vermittelte. Und genau diesen verantwortungsvollen Umgang mit Technik müssen gerade Jugendliche heute wieder lernen. Sie müssen sich des Prinzips "Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen" vor allem in Bezug auf ihre eigenen Daten bewußt werden, mit denen sie - aber nicht nur sie, sondern auch viele Erwachsene - oftmals nur allzu leichtfertig umgehen.

Wau Hollands Vermächtnis ist daher heute wichtiger denn je. Anstatt des groben Unfugs, der oftmals - und nicht selten mit unserer Zustimmung - mit unseren Daten angestellt wird, muß es vielmehr endlich wieder heißen:

Laßt uns feinen Fug machen!

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Du sollst keine anderen Netzwerke neben mir haben

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Der Kampf der Netzwerke hat begonnen. Wie gulli.com berichtet, hat Facebook einen ersten User gesperrt, der seinen Google+-Account auf Facebook beworben hat. Beworben ist hier wörtlich zu nehmen, denn er hat eine Werbeanzeige geschaltet, um neue Kontakte für seinen Google+-Account zu bekommen. Diese Vorgehensweise ist seltsam, aber sie widerspricht kaum den Facebook-Nutzungsbedingungen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Cloud Girlfriend will virtuelle Freundinnen erschaffen

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Ein neuer Dienst namens Cloud Girlfriend will für Facebook-User eine virtuelle Freundin erschaffen, mit der sie über das soziale Netzwerk interagieren und, so der Anbieter, "eine Fernbeziehung führen" können.

Man darf gespannt sein, welchen Anklang der Dienst findet. Zunächst mag das wie ein Gag klingen, aber wenn sich solche Dienste etablieren, muß man sich die Frage stellen, wie es dazu kommt, daß vermehrt Menschen Beziehungen zu virtuellen Charakteren unterhalten. In diesem Zusammenhang ergeben sich insbesondere für Sozialwissenschaftler interessante neue Fragestellungen. Ist eine Interaktion mit einem solchen Charakter vergleichbar mit Online-Rollenspielen, in denen man ebenfalls mit künstlichen Charakteren interagiert, oder steckt mehr dahinter? Kann hier eine echte emotionale Bindung zu dem künstlichen Charakter entstehen? Man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt.

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Soziale Netzwerke und der Tod

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Soziale Netzwerke verändern nicht nur unser Leben, sondern auch das Erinnern an Menschen, die wir in sozialen Netzwerken kennengelernt haben und die nicht mehr unter uns sind. Die NZZ berichtet davon, wie eine Community vom Tod eines Bloggers erfuhr und ihre eigenen virtuellen Erinnerungsstätten schuf. Den ganzen Beitrag lesen »

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Was sind „öffentliche Daten“?

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Die selbsternannten "Netzaktivisten, über die ich gestern berichtete, haben die unautorisierte Übernahme von 250.000 Facebook-Profilen damit begründet, daß Facebook-Mitglieder es als selbstverständlich ansehen müssen, wenn ihre Daten auch zu anderen Zwecken verwendet werden. Sie definieren somit alle auf Facebook sichtbaren Daten als öffentliche Daten, die jeder selbstverständlich nutzen darf. Aber ist das wirklich der Fall? Den ganzen Beitrag lesen »

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Selbsternannte „Netz-Aktivisten“ übernehmen ohne Zustimmung Facebook-Daten für „Partnerbörse“

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Einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge hat eine Partnerbörse personenbezogene Daten öffentlich zugänglicher Facebook-Profile ohne Zustimmung der Betroffenen übernommen. Die Gründer von "Lovely Faces" bezeichnen das als Kunst und sich selbs als "Netzaktivisten" und behaupten, daß Facebook-Mitglieder es als selbstverständlich ansehen müssen, wenn ihre Daten auch zu anderen Zwecken verwendet werden. Mittlerweile wurde die Seite vom Netz genommen. Facebook hat rechtliche Schritte gegen die Betreiber angestrengt. Den ganzen Beitrag lesen »

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Weihnachten: Es begann mit einem Datenschutzskandal

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Wenn Sie die Überschrift dieses Artikels lesen, werden Sie vielleicht denken: Jetzt ist er völlig übergeschnappt. Und doch: Weihnachten begann aus unserer heutigen Sicht mit einem Datenschutzskandal.
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Warum Offline-Zeiten für die Privatsphäre wichtig sind

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Heute las ich einen interessanten Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung, der leider nicht online verfügbar ist. Das Thema des Artikels war negative Auswirkungen ständiger Erreichbarkeit wie Burnout oder ähnliches. Unter anderem wurde diskutiert, daß wir Nichterreichbarkeit und Offline-Zeiten brauchen, in denen wir uns um unser Privatleben kümmern und einfach auch Zeit zur Muße haben, um solche negativen Effekte zu verhindern.

Dieser Artikel hat mich jedoch noch auf einen weiteren interessanten Gedanken gebracht, der auch für die Privatsphäre eine Rolle spielt. Kurz gesagt: Ich bin der Meinung, daß Menschen Offline-Zeiten, also Auszeiten vom Internet und von sozialen Netzwerken, brauchen, um ihre Privatsphäre zu pflegen. Den ganzen Beitrag lesen »

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