Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0

Das Blog zur Beratung von DeinWeb - Ein Web für alle!

Warum es nicht mehr reicht, bewußt mit den eigenen Daten umzugehen

Send to Kindle

Dieser Tage wird viel über Datenschutz diskutiert. Insbesondere die Neuerungen bei Facebook stehen in der Kritik. Teilweise halte ich die Kritik für überzogen bis falsch, wie ich am Beispiel der Timeline erläutert habe.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch wieder die Stimmen, die sagen, daß das alles doch gar kein Problem sei und es generell ausreichen würde, bewußt mit den eigenen Daten umzugehen und sich zu überlegen, was man bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken einstellt. Daß dieses Vorgehen ohne Frage sinnvoll ist, sehe ich auch so. Aber daß sich damit alle Probleme in Luft auflösen, stimmt nicht. Es reicht nicht mehr, sorgsam mit den eigenen Daten umzugehen.Denn es ist mitnichten so, daß ein soziales Netzwerk nur so viel von uns weiß, wie "wir preisgeben".

Ein soziales Netzwerk weiß wesentlich mehr über uns, als wir selbst über uns preisgeben. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Die neue Facebook-Timeline ist für den Datenschutz gar nicht so schlecht

Send to Kindle

Derzeit wird viel über Facebooks neues Nutzer-Profil, Timeline genannt, geschimpft. Facebooks Ankündigung, die Timeline "zum kompletten digitalen Lebensarchiv" machen zu wollen, sorgt für viel Empörung. Aber warum eigentlich? Mir erschließt sich die Kritik überhaupt nicht. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Warum Datenschutzbehörden Zugriff auf den Code sozialer Netzwerke haben müssen

Send to Kindle

Meiner Ansicht nach ist ein wesentlicher Faktor bei der Intransparenz bezüglich der Erhebung und Verarbeitung von Daten in sozialen Netzwerken, der aber bisher kaum Beachtung findet, die Tatsache, daß deren Code in aller Regel nicht offenliegt. Zwar läßt sich mit etwas Aufwand herausfinden, welche Daten übertragen werden. Aber letztlich weiß niemand, welche Prozesse im Hintergrund ablaufen und wie ein Netzwerk Daten verarbeitet. Insbesondere wie Datensätze miteinander verknüpft werden, bleibt völlig intransparent und kann nur aus eventuell sichtbaren Folgen dieser Verknüpfungen, und auch manchmal nur zufällig, erschlossen werden. Dabei sind es insbesondere diese Verknüpfungen, die meines Erachtens die größte Gefahr für den Datenschutz und die Privatsphäre darstellen, weil daraus weitgehende Schlüsse über soziale Beziehungen und Lebensgewohnheiten von Menschen gezogen werden können. Im Folgenden habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie man an dieser Stelle mehr Transparenz herstellen könnte. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Laßt uns feinen Fug machen: Zum zehnten Todestag von Wau Holland

Send to Kindle

Heute vor zehn Jahren verstarb viel zu früh Wau Holland, Alterspräsident des Chaos Computer Club (CCC), den er 1981 mit anderen zusammen gründete. 1984 etablierte er auch "Die Datenschleuder", das Fachblatt des Vereins.
Schon früh zeigten die Mitglieder des Clubs um Wau Holland Sicherheitslücken in Computersystemen auf, etwa indem es ihnen im Jahr 1984 gelang, beim sogenannten "Btx-Hack" oder "Haspa-Hack" über das Btx-System 134000 DM von der Hamburger Sparkasse auf ein eigenes Konto zu überweisen, nachdem die Bundespost Hinweise des CCC auf eine Sicherheitslücke ignoriert hatte. Man konnte so nachweisen, daß das Btx-System zur Kontoführung nicht sicher war. Das Geld gab man selbstverständlich zurück.

Zu den Themen, die Wau Holland wichtig waren, gehörten unter anderem die Hackerethik, Privatsphäre und Datenschutz sowie Informationsfreiheit. Der CCC ergänzte mit diesem Hintergrund in den achtziger Jahren die ursprüngliche Hackerethik um zwei Punkte:

  • Mülle nicht in den Daten anderer Leute.
  • Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.

Die beiden Ergänzungen sollten sicherstellen, daß einerseits Daten, die öffentlich zugänglich sein sollten, auch öffentlich zugänglich gemacht werden, auf der anderen Seite aber persönliche Daten geschützt werden und die Privatsphäre der User geachtet wird. Auch das ethische Prinzip "No hacks for money" etablierte sich in dieser Zeit.

Sieht man sich die Situation heute, dreißig Jahre nach Gründung des CCC, an, so muß man leider konstatieren, daß es noch viel zu tun gibt und sich manches sogar verschlechtert hat. Informationsfreiheitsgesetze haben sich noch lange nicht überall etabliert. Zwar gibt es ein Informationsfreiheitsgesetz auf Bundesebene, aber in vielen Bundesländern existiert noch kein solches Gesetz. Sowohl der Staat wie auch Privatunternehmen machen es uns immer schwerer, unsere Daten und unsere Privatsphäre zu schützen. Sensible Daten, die Unternehmen von ihren Kunden sammeln, werden in letzter Zeit immer öfter gestohlen, und es drängt sich der Eindruck auf, als würden diese Unternehmen Angreifer durch ihre Schlampigkeit geradezu einladen, in den Daten anderer Leute zu müllen. Soziale Netzwerke animieren uns zur totalen Preisgabe aller privater Daten, während der Staat durch zweifelhafte Maßnahmen wie die Vorratsdatenspeicherung tief in unsere Privatsphäre eindringt. Alles in allem stehen wir vor einer Situation, wie sie sich Wau Holland für das 30-jährige Jubiläum seines CCC sicher nicht gewünscht hätte.

Was können wir also tun, um seinen Ideen zu Informationsfreiheit, aber auch zum Schutz der Privatsphäre und persönlicher Daten wieder näher zu kommen? Wau Holland selbst hat die Antwort gegeben, als er bezugnehmend auf die Aktivitäten des CCC in einem Interview einmal sagte: "Wir machen das Gegenteil von grobem Unfug. Wir machen feinen Fug.". Und er hat uns vorgelebt, was er damit meinte. Neben dem bereits genannten Engagement brachte er sich vor allem gegen Ende seines Lebens stark in die Jugendarbeit ein, indem er Jugendlichen einen spielerischen, aber gleichzeitig verantwortungsvollungen und ethischen Umgang mit Technik vermittelte. Und genau diesen verantwortungsvollen Umgang mit Technik müssen gerade Jugendliche heute wieder lernen. Sie müssen sich des Prinzips "Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen" vor allem in Bezug auf ihre eigenen Daten bewußt werden, mit denen sie - aber nicht nur sie, sondern auch viele Erwachsene - oftmals nur allzu leichtfertig umgehen.

Wau Hollands Vermächtnis ist daher heute wichtiger denn je. Anstatt des groben Unfugs, der oftmals - und nicht selten mit unserer Zustimmung - mit unseren Daten angestellt wird, muß es vielmehr endlich wieder heißen:

Laßt uns feinen Fug machen!

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Neue Profil-Option auf Facebook registriert Ungeborene

Send to Kindle

Facebook hat ohne viel Aufsehen eine neue Option für Profile hinzugefügt, die aus Sicht des Datenschutzes und der Privatsphäre hochproblematisch ist. Unter "Freunde und Familie" haben werdende Eltern unter dem Punkt "Familie" nun die Möglichkeit, "Erwartet: Kind" auszuwählen und den Namen sowie das voraussichtliche Geburtsdatum des Ungeborenen anzugeben. Auch ein Bild kann hochgeladen werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Warum wir uns über schlechten Datenschutz in sozialen Netzwerken eigentlich nicht beschweren dürfen

Send to Kindle

Derzeit schießen wieder die Gerüchte ins Kraut, daß Facebook bald kostenpflichtig wird. Die Empörung ist groß, die Gerüchte sind ohne Frage überwiegend Unsinn. Allerdings ist die Überlegung, zumindest einige Zusatzfunktionen oder gar das gesamte Netzwerk kostenpflichtig zu machen, auch aus Sicht des Datenschutzes und der Privatsphäre gar nicht so abwegig. Ich sehe darin erhebliche Vorzüge. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

In eigener Sache: Datenschutzverbesserungen in meinem Blog

Send to Kindle

Ein Blog, das sich mit Datenschutz und Privatsphäre befaßt, sollte seinen Lesern auch ein Maximum an Privatsphäre und Datenschutz liefern. Ich habe in der Vergangenheit schon einiges dafür getan. Sie können bei mir anonym kommentieren, und IP-Adressen werden nicht gespeichert. Dennoch gab es einige Punkte, die mir seit Langem im Magen lagen und die einer Lösung bedurften. Insbesondere ist hier die verdeckte Datenübertragung an Dritte durch diverse Buttons zu nennen. Auch wenn ich mich an die derzeit in Deutschland gültige Rechtslage gehalten habe, indem ich die direkte Datenübertragung durch die Facebook-Likebox, Facebook-Buttons oder den Twitter-Button und andere in meiner Datenschutzerklärung entsprechend aufgeführt hatte, war ich nie so wirklich zufrieden mit diesem Zustand. Auf der anderen Seite will ich aber natürlich auch nicht darauf verzichen, Ihnen die Möglichkeit zu geben, Artikel aus meinem Blog mit anderen auf Facebook, Twitter oder in anderen sozialen Netzwerken zu teilen.
Auch daß das Blog kein SSL beherrschte, lag mir immer im Magen, da eine sichere Datenübertragung für ein solches Blog eigentlich selbstverständlich sein sollte. Ich habe daher in den letzten Tagen folgende Maßnahmen ergriffen, um Ihre Privatsphäre und Ihre Daten in meinem Blog noch besser zu schützen, ohne mir komplett die Möglichkeit zu verbauen, daß meine Artikel in Ihrem Netzwerk geteilt werden: Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Wird Werbung auf Facebook bald zum Risiko?

Send to Kindle

Der Spiegel berichtet heute, daß eine Gesetzesinitiative geplant ist, nach der Werbekunden, die auf Internetplattformen wie sozialen Netzwerken werben, von Konkurrenten wegen der Datenschutzverstöße der Plattform, auf der sie werben, abgemahnt werden können.

Bekanntlich ist zumindest bei einigen sozialen Netzwerken mit Sitz im Ausland umstritten, ob sie mit deutschen Datenschutzbestimmungen immer ganz konform gehen, zuvorderst bei Facebook. Somit könnte es bald ein Abmahngrund sein, wenn ein deutsches Unternehmen auf Facebook wirbt. Hintergrund der Überlegungen ist, über diesen Umweg ausländische Betreiber zum Einhalten deutscher Datenschutzbestimmungen zu bewegen, um die deutschen Werbekunden halten zu können. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Datenschutzprobleme und Malware, aber null Kommunikation: Schafft sich Facebook ab?

Send to Kindle

Facebook hat ein hochinteressantes Dokument mit dem Titel Best Practice Guide Marketing on Facebook herausgegeben. Dort heißt es:

"People on Facebook are clear and open about who they are - be the same by providing straightforward information about your business"

sowie

"People spend time on Facebook communicating and sharing with others, so always engage in two-way conversations".

Das sind durchaus sinnvolle Richtlinien. Allerdings stellt man sich unweigerlich die Frage, warum Facebook selbst sich nicht an seine eigenen Ratschläge hält. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Mobiltelefon-Apps hören mit – und informieren nicht darüber!

Send to Kindle

Das t3n-Magazin berichtet heute, daß immer mehr Mobiltelefon-Apps über das eingebaute Mikrofon Geräusche aus der Umgebung des Telefonbesitzers aufnehmen und Vermarkter diese zu Marketingzwecken auswerten. Das Problem an der Geschichte ist dabei, daß die App-Hersteller darüber oft nicht oder nicht ausreichend informieren und die Snooping genannte Funktion oft nicht deaktivierbar ist.

So weit, so schlecht. Den ganzen Beitrag lesen »

Flattr this!

Facebook Share Twitter Share

Copyright © 2017 by: DeinWeb - Ein Web für alle! • Template by: BlogPimp Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.
Twitter-Button: IconTexto, http://icontexto.blogspot.com/