Privatsphäre und Datenschutz im Web 2.0

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Google plant User-Tracking über alle Dienste

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Wie die Washington Post berichtet, plant Google, seine User über alle Dienste hinweg zu tracken und die gesammelten Informationen zu aggregieren, um "eine einfachere, intuitivere Google-Erfahrung" zu liefern. Dies ist die Folge dessen, daß Google seine einzelnen Datenschutzerklärungen für die jeweiligen Dienste in einer Datenschutzerklärung zusammenfaßt. Die Änderungen sollen zum 1. März in Kraft treten, und die User werden auf der Suchseite und via Mail darüber informiert. Alle Google-Dienste und auch Android-Geräte sind betroffen. Lediglich Google Books und der Google-Browser Chrome werden nicht mit einbezogen.

Dies birgt natürlich erhebliche Probleme. Die Washington Post nennt zum Beispiel den Fall, daß ein User GMail geschäftlich nutzt und nun auf einmal eine vertrauliche Mail an Kollegen, in der der Ort eines Meetings genannt wird, von Google Maps ausgelesen und dort der Ort veröffentlicht wird. Es sind zahlreiche Fälle dieser Art denkbar, in denen vertrauliche Informationen plötzlich von anderen Google-Diensten öffentlich gemacht werden.

Zudem stellt sich die Frage, ob eine Datenschutzerklärung für alle Dienste überhaupt rechtlichen Standards genügt. Da in den verschiedenen Diensten verschiedene personenbezogene Daten erhoben werden, könnte man eine allgemeine Abhandlung in der Datenschutzerklärung eventuell als unzureichend ansehen, weil nicht genau beschrieben wird, welche personenbezogenen Daten wann konkret verarbeitet werden.

Was kann man nun tun, um sich zu schützen? Zum einen können Sie andere Dienste nutzen. In einem anderen Artikel habe ich beschrieben, wie Sie Google-Dienste in vielen Fällen durch selbst betriebene Plattformen ersetzen können, deren Daten Sie selbst unter Kontrolle haben. Dies sollten Sie ohnehin immer tun, wenn Sie mit sensiblen Daten, vor allem Geschäftsdaten hantieren! Ist dies nicht der Fall, kommt auch die Nutzung anderer Dienste von Drittanbietern, die ähnliches wie Google leisten, in Frage und verhindert ein umfangreiches Tracking, wie Google es plant.
Wenn Sie nicht auf Google-Dienste verzichten wollen, können Sie für jeden Google-Dienst, den Sie nutzen, auch einen eigenen Account anlegen. Aber auch da muß man aufpassen. So erfährt beispielsweise ein Account, den Sie für Ihr Android-Telefon nutzen, von Ihrem Account, den Sie für Google+ nutzen, wenn Sie das mobile Google+ mit diesem Account auf Ihrem Android-Telefon, das unter einem anderen Account läuft, nutzen. Diese Verknüpfung ist auch nicht mehr löschbar, wenn Sie Google+ und den anderen Google-Account vollständig von Ihrem Smartphone entfernen, wie ich heute feststellen mußte. Beim Synchronisieren von Google-Accounts ist also Vorsicht geboten.

Welche Google-Dienste Sie nutzen, können Sie übrigens im Dashboard von Google sehen. Vielleicht ist das ein guter Anlaß, dort auch mal wieder aufzuräumen und Daten bei nicht genutzten Google-Diensten zu löschen.

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Google+ will Pseudonyme zulassen

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Wie mehrere Blogs berichten, will Google+ die Realnamenspflicht abschaffen und Pseudonyme zulassen.

Ich begrüße diesen Schritt ausdrücklich, weil ich das Recht auf Pseudonymität aus menschen- und bürgerrechtlicher Sicht für zwingend umzusetzen halte. Warum soziale Netzwerke auch pseudonym funktionieren, habe ich hier erläutert.

[Update vom 23. 02. 2012]: Leider ist die Umsetzung, die im Januar endlich erfolgte, enttäuschend. Echte Pseudonyme sind nur erlaubt, wenn das Pseudonym schon etabliert ist, und man muß dazu Google gegenüber seine echte Identität belegen. Aus menschen- und bürgerrechtlicher Sicht ist diese Feigenblatt-Umsetzung von Google wertlos und absolut lächerlich. Wenn Google glaubt, damit das Image des "don't be evil" erhalten zu können, haben sie sich gehörig geschnitten. Die User derart zu verscheißern - man verzeihe mir die Wortwahl, aber anders kann man das in diesem Fall nicht nennen - ist schon ein starkes Stück. Die Kritik an Googles Vorgehen ist entsprechend heftig.

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Warum es nicht mehr reicht, bewußt mit den eigenen Daten umzugehen

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Dieser Tage wird viel über Datenschutz diskutiert. Insbesondere die Neuerungen bei Facebook stehen in der Kritik. Teilweise halte ich die Kritik für überzogen bis falsch, wie ich am Beispiel der Timeline erläutert habe.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch wieder die Stimmen, die sagen, daß das alles doch gar kein Problem sei und es generell ausreichen würde, bewußt mit den eigenen Daten umzugehen und sich zu überlegen, was man bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken einstellt. Daß dieses Vorgehen ohne Frage sinnvoll ist, sehe ich auch so. Aber daß sich damit alle Probleme in Luft auflösen, stimmt nicht. Es reicht nicht mehr, sorgsam mit den eigenen Daten umzugehen.Denn es ist mitnichten so, daß ein soziales Netzwerk nur so viel von uns weiß, wie "wir preisgeben".

Ein soziales Netzwerk weiß wesentlich mehr über uns, als wir selbst über uns preisgeben. Den ganzen Beitrag lesen »

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Warum Animated GIFs (nicht nur) auf Google+ gefährlich sein können

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In den Frühzeiten des Web wurden Animated GIFs häufig in Form kleiner, animierter Icons wie dem berühmten laufenden Hund auf privaten Websites eingesetzt. Schnell waren sie jedoch verpönt, weil sie als Spielerei galten. Auf seriösen Websites war an ihren Einsatz schon bald nicht mehr zu denken. Mittlerweile ist das anders. Den ganzen Beitrag lesen »

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Facebook krempelt die Privatsphäreeinstellungen um

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Facebook hat heute weitreichende Änderungen in den Privatsphäreeinstellungen angekündigt, die - wahrscheinlich zunächst in der englischen Version - in den nächsten Tagen ausgerollt werden sollen. Ich möchte diese Änderungen an dieser Stelle kurz umreißen und eine Bewertung anschließen, welche Verbesserungen - oder Verschlechterungen - sich für die Privatsphäre auf Facebook ergeben. Den ganzen Beitrag lesen »

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Zensiert Facebook Google+-Einladungslinks?

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In einem Video wird derzeit behauptet, Facebook würde Google+-Einladungslinks nicht im Stream von Freunden anzeigen. Aber ist das wirklich der Fall? Ich bin der Sache auf den Grund gegangen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Leben Sie ruhig digital – aber im eigenen Haus!

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In letzter Zeit häufen sich die Berichte, daß Google - offenbar teilweise völlig willkürlich und ohne offensichtliche Verstöße gegen Nutzungsbedingungen - Google+-Accounts abschaltet. Im Zuge dessen berichten aber auch immer mehr User über die komplette Abschaltung ihrer Google-Konten inklusive GMail, Blogger und anderer Dienste. Ein User beklagt den Verlust von 7 Jahren seines kompletten digitalen Lebens.

Dieser Fall zeigt überdeutlich das Problem, das sich bei der Nutzung zentralisierter Dienste stellt. Den ganzen Beitrag lesen »

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Facebook schlägt um sich

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Wie in einem Blog berichtet wird, unterbindet Facebook mittlerweile die Kommunikation mit Google+ rigoros. Facebook-Anwendungen und eine Chrome-Erweiterung, die zum Exportieren von Facebook-Kontakten nach Google+ beziehungsweise zum Anzeigen des Facebook-Streams in Google+ dienten, funktionieren nicht mehr. Nachdem ein User dafür gesperrt wurde, auf Facebook für Google+ geworben zu haben, weitet Facebook seine Aktivitäten gegen den neuen Konkurrenten somit weiter aus. Den ganzen Beitrag lesen »

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Du sollst keine anderen Netzwerke neben mir haben

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Der Kampf der Netzwerke hat begonnen. Wie gulli.com berichtet, hat Facebook einen ersten User gesperrt, der seinen Google+-Account auf Facebook beworben hat. Beworben ist hier wörtlich zu nehmen, denn er hat eine Werbeanzeige geschaltet, um neue Kontakte für seinen Google+-Account zu bekommen. Diese Vorgehensweise ist seltsam, aber sie widerspricht kaum den Facebook-Nutzungsbedingungen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Die Sache mit den Pseudonymen: Eine Chance für Google+

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Derzeit sperrt Google+ bereits in der Testphase Accounts, die unter einem Pseudonym und nicht unter ihrem (vermeintlichen) Klarnamen angemeldet sind. Im Netz ist darüber eine heiße Diskussion entbrannt. Ich möchte hier kurz ein paar Positionen darstellen und meine eigene Einschätzung zu der Angelegenheit abgeben. Den ganzen Beitrag lesen »

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