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Hat Facebooks neue „Gesichtserkennung“ Auswirkungen auf die Privatsphäre?

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Wie Facebook in seinem Blog mitteilt, wird auf der Social-Media-Plattform eine "Gesichtserkennung" eingeführt. Anscheinend sorgt diese Ankündigung für einige Verunsicherung. In Kommentaren wird geunkt, daß man nun gar nicht mehr verhindern könne, auf Fotos getaggt zu werden. Das wäre natürlich ein großes Problem für die Privatsphäre auf Facebook. Aber was ist an diesen Befürchtungen dran?

Zunächst muß man wissen, daß der Begriff "Gesichtserkennung" im Deutschen zwei unterschiedliche Bedeutungen mit unterschiedlichen Implikationen für die Privatsphäre hat. Einmal ist damit gemeint, daß eine Software erkennt, daß auf einem Bild ein Gesicht abgebildet ist, ohne daß dieses Gesicht einer Person zugeordnet werden kann. Das nennt man im Englischen "face detection". Davon unterschieden wird der Fall, daß auf einem Bild oder durch eine Kamera ein Gesicht erkannt und einer bestimmten Person zugeordnet werden kann, im Englischen "face recognition" genannt.

Facebook spricht nun in seinem Blogeintrag von "face detection" und nicht von "face recognition". Das heißt, es wird zwar erkannt, daß sich ein Gesicht auf einem Bild befindet, aber nicht, wem dieses Gesicht gehört. Das soll zwar das weiterhin nur manuell mögliche Taggen von Personen auf Bildern erleichtern, aber ein automatisches Tagging wird damit nicht eingeführt! Daher halte ich die angekündigte "Gesichtserkennung" im Sinne einer "face detection" für kein neues Privatsphäreproblem!

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Zunächst muß man wissen, daß der Begriff "Gesichtserkennung" im Deutschen zwei unterschiedliche Bedeutungen mit unterschiedlichen Implikationen für die Privatsphäre hat. Einmal ist damit gemeint, daß eine Software erkennt, daß auf einem Bild ein Gesicht abgebildet ist, ohne daß dieses Gesicht einer Person zugeordnet werden kann. Das nennt man im Englischen "face detection". Davon unterschieden wird der Fall, daß auf einem Bild oder durch eine Kamera ein Gesicht erkannt und einer bestimmten Person zugeordnet werden kann, im Englischen "face recognition" genannt.

Facebook spricht nun in seinem Blogeintrag von "face detection" und nicht von "face recognition". Das heißt, es wird zwar erkannt, daß sich ein Gesicht auf einem Bild befindet, aber nicht, wem dieses Gesicht gehört. Das soll zwar das weiterhin nur manuell mögliche Taggen von Personen auf Bildern erleichtern, aber ein automatisches Tagging wird damit nicht eingeführt! Daher halte ich die angekündigte "Gesichtserkennung" im Sinne einer "face detection" für kein neues Privatsphäreproblem!

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