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Warum Offline-Zeiten für die Privatsphäre wichtig sind

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Heute las ich einen interessanten Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung, der leider nicht online verfügbar ist. Das Thema des Artikels war negative Auswirkungen ständiger Erreichbarkeit wie Burnout oder ähnliches. Unter anderem wurde diskutiert, daß wir Nichterreichbarkeit und Offline-Zeiten brauchen, in denen wir uns um unser Privatleben kümmern und einfach auch Zeit zur Muße haben, um solche negativen Effekte zu verhindern.

Dieser Artikel hat mich jedoch noch auf einen weiteren interessanten Gedanken gebracht, der auch für die Privatsphäre eine Rolle spielt. Kurz gesagt: Ich bin der Meinung, daß Menschen Offline-Zeiten, also Auszeiten vom Internet und von sozialen Netzwerken, brauchen, um ihre Privatsphäre zu pflegen. Es ist meiner Ansicht nach wichtig, daß es Dinge gibt, die wir nicht mit jedem online teilen und die vollständig in unserer ganz privaten Offline-Welt bleiben. Vielen fällt das meiner Wahrnehmung nach zunehmend schwer. Ich kenne Menschen, die offenbar jedes private Ereignis auf Twitter oder Facebook teilen. Man bekommt den Eindruck, als würden sie auf Twitter oder Facebook leben. Auch ich habe mich schon dabei ertappt, daß ich sehr emotionale Momente getwittert habe. Aber Leben findet meiner Ansicht nach woanders statt. Chris de Burgh hat in seinem Lied "Living In The World" auf sehr poetische Weise ausgedrückt, was Leben wirklich ausmacht:

"I've seen the wonder of the forest in the light,
I've seen the miracle of winter birds in flight,
I've seen the universe come flashing in the night,
Living in the world;"

Und ich finde, das sind die Momente, die wir offline genießen und die uns ganz allein gehören sollten, ohne daß wir sie mit der halben Welt teilen müssen.

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4 Reaktionen zu “Warum Offline-Zeiten für die Privatsphäre wichtig sind”

  1. Sabine Engelhardt

    Ich versteh das Problem jetzt nicht. Man kann doch schöne oder emotionale Augenblicke im "realen Leben" genauso virtuell (mit)teilen oder eben nicht, wie alle anderen Erlebnisse auch.

    Klar muß man genauso wie bei allem anderen überlegen, ob das Erlebnis jetzt vielleicht nicht doch eher zu privat ist, aber rein datenschutztechnisch sehe ich keinen Unterschied, ob ein Erlebnis jetzt besonders emotional oder einfach nur banal ist.

    Meint
    Frosch

  2. Alex

    Privatsphäre hat in dem Fall rein gar nichts mit Datenschutz zu tun. Und natürlich müssen es nicht immer emotionale Momente sein. Aber gerade diese emotionalen Momente in der Offline-Welt sind doch nicht selten das, was Leben und auch Privatsphäre und Freiheit ausmacht. Mal irgendwo in der freien Natur sitzen und ganz für sich im Stillen genießen, ohne das Handy auszupacken und alle Welt über Twitter daran teilhaben zu lassen.

  3. Sabine Engelhardt

    OK, so gesehen richtig. Ich habe jetzt wohl den Blog-Titel ein wenig zu stark in den Artikel mit einbezogen. 😉

    Gruß, Frosch

  4. Alex

    Privatsphäre hat meiner Meinung nach viele Facetten, eben auch diese. 🙂

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