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Facebook will „Smartlists“ einführen – Was das für die Privatsphäre bedeuten könnte

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Facebook möchte sogenannte "Smartlists" einführen. Das sind Freundeslisten, die ähnlich wie Kreise bei Google+ organisiert sein sollen - mit einem Unterschied: Smartlists sollen zunächst nicht von den Usern angelegt werden, sondern automatisch anhand bestimmter Angaben im Profil der User wie der ehemaligen Schule oder des ehemaligen Arbeitsplatzes. So sollen automatisiert Listen zu ehemaligen Schulkameraden oder Arbeitskollegen angelegt werden. Auch Listen mit Kontakten im Umkreis von 50 Meilen soll es anfangs geben. In einem zweiten Schritt will Facebook bestimmte Statusmeldungen nur noch an bestimmte Smartlists weiterleiten, für die die jeweilige Statusmeldung am relevantesten sein könnte. Später sollen die User eigene Smartlists anlegen können.

Was auf den ersten Blick wie eine gute Idee aussieht, weil damit nicht alle Kontakte auf Facebook etwa mit Spielenachrichten belästigt werden, hat auf den zweiten Blick möglicherweise einen erheblichen Pferdefuß. In den Fällen, in denen sowohl das Anlegen von Smartlists, wie auch die Zuweisung der Personen in die Listen, wie auch das Posten bestimmter Statusupdates an diese Listen nach einer Filterung nach Relevanzkritierien vollautomatisiert passiert, kann das dazu führen, daß Statusmeldungen bei Leuten landen, für die diese gar nicht gedacht sind. Es bleibt daher zu hoffen, daß Privatsphäreeinstellungen für Postings auch bei automatisiert angelegten, mit Kontakten befüllten und mit Statusupdates versorgten Smartlists den Vorrang haben und nicht automatisch alles für die jeweilige Liste scheinbar Relevante an automatisch generierte Smartlists gepostet wird, auch wenn es die Privatsphäreeinstellungen gar nicht zulassen. Sonst kann das übel enden.

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Was auf den ersten Blick wie eine gute Idee aussieht, weil damit nicht alle Kontakte auf Facebook etwa mit Spielenachrichten belästigt werden, hat auf den zweiten Blick möglicherweise einen erheblichen Pferdefuß. In den Fällen, in denen sowohl das Anlegen von Smartlists, wie auch die Zuweisung der Personen in die Listen, wie auch das Posten bestimmter Statusupdates an diese Listen nach einer Filterung nach Relevanzkritierien vollautomatisiert passiert, kann das dazu führen, daß Statusmeldungen bei Leuten landen, für die diese gar nicht gedacht sind. Es bleibt daher zu hoffen, daß Privatsphäreeinstellungen für Postings auch bei automatisiert angelegten, mit Kontakten befüllten und mit Statusupdates versorgten Smartlists den Vorrang haben und nicht automatisch alles für die jeweilige Liste scheinbar Relevante an automatisch generierte Smartlists gepostet wird, auch wenn es die Privatsphäreeinstellungen gar nicht zulassen. Sonst kann das übel enden.

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